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Interesse wecken und fördern

Sie erklären neue Aufgaben, aber Mitarbeiter*in oder Azubi bleiben gelangweilt?

Drei Tipps, um Wissbegierde zu fördern.



Wissbegierde, quasi die bessere Hälfte der "Neugier", wird mit vielen Vorteilen in Zusammenhang gebracht. Wissbegierigen Menschen fällt das Lernen leichter, sie schließen leichter Bekanntschaften, zeigen mehr Verständnis in Partnerschaften und haben eher beruflichen Erfolg, da Wissbegierde mit Leistung einhergeht. 

 

Der Wunsch nach neuem Wissen ist zum Teil in der Persönlichkeit angelegt und mal mehr und mal weniger stark ausgeprägt. Darüber hinaus kann Wissbegierde gefördert werden, denn sie entsteht auch, wenn durch Personen oder Situationen Neugier geweckt wird. 

 

Hier drei Tipps, um die Wissbegierde anzuregen:  

 

 

  • Durch Herausforderung: Stellen Sie den Azubi oder Mitarbeiter vor eine "Challenge". Fordern Sie durch eine konkrete Aufgabenstellung, einen Wettbewerb im Sinne von "Wetten, dass du es nicht schaffst...", "Wer zuerst..." oder "Wer am besten..." heraus. Hierdurch wird das Interesse geweckt, zu zeigen, was man kann. Die Herausforderung zu meistern sollte ein lohnenswertes Ziel sein, das einerseits nicht zu einfach, gleichzeitig aber realistisch und erreichbar ist. Die Belohnung kann materiell sein. Meist zeigen aber Anerkennung und Lob für die Leistung die größte Wirkung, um auch künftige Herausforderungen motiviert anzunehmen. 
  • Durch Vielfalt: Besonders bei eher langweiligen Aufgaben kann das Interesse durch Abwechslung erhöht werden. Nicht die Aufgabe selbst fordert die Neugier, sondern die Möglichkeit, immer wieder neue Strategien zu entwickeln, wie die Aufgabe gelöst werden kann. Man kann die Werkstatt jeden Freitag mit einem alten Besen von hinten rechts nach vorne links kehren. Aber man muss nicht. 
  • Durch Erklären des Sinnes: Aufgaben werden manchmal lieblos und desinteressiert angegangen, weil sie überflüssig oder unwichtig erscheinen. Ein Friseur-Azubi, der an einer Puppe Hochsteckfrisuren übt, wird sich möglicherweise "beschäftigt" fühlen, weil gerade nichts Besseres für ihn/ sie zu tun ist. Der eigentliche Zweck dieser Übung ist es jedoch,  z. B. einer Braut die Frisur für ihren Hochzeitstag stecken zu können. Wird daran erinnert, steigt auch das persönliche Interesse und die Aufmerksamkeit, um eine solche Aufgabe später einmal gut meistern zu können.  

Wissbegierde und Neugier sorgen für Engagement und Leistungsbereitschaft und eröffnen den Weg für Mitdenken und Verbesserung. Die Mühe, Desinteresse und Langeweile zu überlisten, lohnt sich!

 

Womit haben Sie gute Erfahrungen gemacht, um Interesse und Neugier zu wecken? Schreiben Sie mir einen Kommentar! 

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