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Selbständig machen im Handwerk - wieviel Geld brauche ich?

Wer sich selbstständig machen will, steht schnell vor der Frage: Kann ich mir das überhaupt leisten? Und wieviel Kapital brauche ich überhaupt? 

selbständig machen im Handwerk

Welches Kapital benötige ich für eine erfolgreiche Selbständigkeit?

Wer sich im Handwerk selbständig machen möchte, stellt sich ziemlich schnell eine zentrale Frage:

Wie viel Geld brauche ich eigentlich, um meinen Betrieb zu starten?

Viele angehende Meister haben eine gute Idee, eine klare Vision und starke fachliche Fähigkeiten – aber ihnen fehlt der Überblick über die tatsächlichen Kosten. Diese Überblick ist entscheidend, damit die Gründung nicht nur fachlich, sondern auch finanziell auf sicheren Beinen steht.

 

Damit Sie strukturiert an die Planung herangehen können, lohnt ein Blick auf die wichtigsten Kostenblöcke für eine Neugründung ohne Mitarbeiter.

 

1. Investitionen: Was kostet die Grundausstattung?

Zu Beginn benötigen Sie Anschaffungen, die Sie langfristig nutzen. Die Kosten hierfür können je nach Gewerk variieren. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Werkzeuge und Maschinen
  • Fahrzeuge oder Montagewagen
  • Werkstatt- oder Lagereinrichtung
  • Büroausstattung und Software

Diese Posten fallen einmalig an, bilden aber das Fundament Ihres neuen Betriebs.

 

2. Laufende Betriebskosten:

Auch wenn der erste Auftrag noch nicht abgerechnet ist, laufen die ersten Fixkosten bereits an. Typische monatliche Kosten sind:

  • Miete oder Pacht
  • Versicherungen
  • Fahrzeugkosten
  • Material- und Wareneinsatz
  • Steuerberater
  • Marketing, Website und Telefon

Diese Kosten müssen Sie in Ihrer Planung fallen regelmäßig an und müssen beachtet werden, um zahlungsfähig zu bleiben. Insbesondere Materialkosten sind unausweichlich, um erste Aufträge abarbeiten zu können.

 

3. Private Lebenshaltungskosten:

Ihr Unternehmen muss nicht nur sich selbst tragen, sondern auch Sie persönlich.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Miete
  • Lebensmittel
  • Krankenversicherung
  • Auto und Versicherungen
  • Familien- und Kinderkosten

Ihr Privatleben finanziert sein, bis Ihre Einnahmen die Kosten abdecken.

 

4. Versicherungen:

Ein Handwerksbetrieb sollte niemals ohne die wichtigsten Versicherungen starten. Dazu zählen u. a.:

  • Betriebshaftpflicht
  • Krankenversicherung
  • Berufsunfähigkeit
  • Unfallversicherung
  • (Bei Anlage A) Rentenversicherung

Diese Kosten gehören fest zu Ihrem monatlichen Finanzbedarf.

 

5. Liquiditätspuffer als Sicherheitsnetz in den ersten Monaten

Zwischen dem ersten Auftrag und der ersten Zahlung des Kunden können im Handwerk oft mehrere Wochen liegen. Darum sollten Sie unbedingt einen Puffer einplanen – idealerweise 3 bis 6 Monate, um Materialkäufe, Verzögerungen und Zahlungsziele abfedern zu können.

 

6. Gründungskosten

Auch formale Schritte verursachen Kosten:

  • Gewerbeanmeldung
  • Handwerksrolle
  • Notarkosten (bei GmbH)
  • Erstberatung Steuerberater

Dies sind im Verhältnis keine großen Beträge, aber trotzdem zu beachten.

 

Ihr Kapitalbedarf – übersichtlich berechnet

Wenn Sie alle diese Positionen zusammenführen, erhalten Sie ein realistisches Bild davon, wie viel Startkapital Sie benötigen – und wie viel Eigenkapital sinnvoll ist (Richtwert: 20–30 %).

 

Damit Ihnen die Planung leichter fällt und Sie nichts vergessen, ist hier eine komplette Checkliste als PDF zum Download, die Sie Schritt für Schritt durch alle Kostenblöcke führt.

 

Hier geht es zur Checkliste Kapitalbedarf Neugründung (PDF) – kostenloser Download.

 

Mit dieser Übersicht können Sie Ihre Gründung realistisch planen und solide finanzieren.

 

Und damit einen erfolgreichen Start in Ihre Selbständigkeit im Handwerk vorbereiten.

 

Fragen, Anregungen und Wünsche?



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